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Kritische Psychologie

 
   
     





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Aktuelles

Die Gesellschaft für subjektwissenschaftliche Forschung & Praxis ( GSFP) lädt zu einem Vortrag und Diskussion ein:

Klaus Weber


"Kinder brauchen Grenzen"
oder wie man Untertanen auf sanfte Art und Weise herstellt. Eine Kritik an Klaus A. Schneewinds Erziehungstipps

 

Zeit & Ort: Freitag, 26. Februar 2010, 19.00 Uhr FU Berlin, Silberlaube, Raum: KL 26/130, Habelschwerdter Allee 45, 14195 Berlin

„Freiheit in Grenzen“ heißt eine vom Bayerischen Staatsministerium für Arbeit, Sozialordnung, Familie und Frauen herausgegebener Eltern-Ratgeber, der in großer Auflage gedruckt wurde. In Familienberatungsstellen ebenso wie in Kinderarztpraxen, in Kindergärten wie in sonstiges Elterneinrichtung wird das Heft mit beiliegender DVD verteilt. Kinderärzte überreichen das „Erziehungsprogramm“ im Rahmen der neu eingeführten Früherkennungs-untersuchung U7a zum dritten Geburtstag.

Klaus Webers Vortrag soll die ideologischen Grundannahmen des Konzepts des Münchener Familienpsychologen und Professors für Persönlichkeits-psychologie, Klaus A. Schneewind, kenntlich machen.

Klaus A. Schneewind ist immerhin einer der wenigen Mainstream-Wissenschaftler, die Klaus Holzkamp erwähnen (so im Buch Persönlichkeits-theorien II). Schneewind schrieb zudem in der Festschrift zu Holzkamps 60. Geburtstag einen Beitrag.

 

Prof. Dr. Klaus Weber
Hochschule München; Autor diverser psychologiekritischer Bücher; Mitglied von INKRIT e.V., der GEW und seit 12 Jahren Gastprofessor in Innsbruck.

Mehr Informationen  hier

 

Neuerscheinungen

FKP Das  FKP 54 beschäftigt sich u.a. mit den Themen "Pädophilie", forensicher Psychologie, Praxisforschung, Integration, Lernen.

Das  Forum Kritische Psychologie (FKP) ist der Ort, in dem Debatten um aktuelle kritisch-psychologische Diskussionen organisiert werden.

Das FKP 54 ist im Februar 2010 erschienen - mehr Informationen finden sich  hier.

Einführung in die Kritische Psychologie

von Morus Markard

Markard Einführung "Die von Klaus Holzkamp begründete Kritische Psychologie begann mit einer Kritik der Funktion der Psychologie als Herrschaftswissenschaft und einer Methodik, die "Verhalten" nur als Arrangement unter fremdgesetzten Bedingungen erfasst. Die Einführung zeichnet nach, wie diese Kritik zur marxistischen Subjektwissenschaft entwickelt wurde. Als solche will sie Möglichkeiten auf den Begriff bringen, diein der traditionellen Psychologie nach wie vor theoretisch verkannt und in der kapitalistischen Gesellschaft praktisch behindert werden.
Wie mit den Kategorien der Kritischen Psychologie und mit ihren theoretischen, methodischen und praxisbezogenen Konzepten diese emanzipatorische Perspektive zu gewinnen ist, wird ebenso dargestellt wie konkrete Probleme, die sich dabei ergeben. Überlegungen, welche Aufgaben sich für eine Weiterentwicklung der Kritischen Psychologie stellen, runden den Band ab." aus dem Klappentext des Buches

319 S., Preis 17,90 Euro,  Argument Verlag, ISBN 978-3-88619-335-6

 

 

 

 

Zwischen Anpassung und Ausstieg
Perspektiven von Beschäftigten im Kontext der Neuordnung Sozialer Arbeit
Aus der Reihe: Perspektiven kritischer Sozialer Arbeit Bd. 5

Eichinger, Ulrike

Eichinger, Ulrike "Subjektwissenschaftliche Praxisforschung:
Der neoliberal inspirierte Strukturwandel des Sozialstaats in Deutschland bedeutet für die Beschäftigten in der Sozialen Arbeit grundsätzlich neue Rahmenbedingungen. Ulrike Eichinger rekonstruiert den (trans-)nationalen Entwicklungsprozess des Wandels und die zentralen Herausforderungen aus Sicht von PraktikerInnen auf Basis qualitativ-empirischer Daten. Diese bestehen darin, Bewältigungsweisen zu entwickeln, die sowohl dem Erhalt der Einrichtung als auch der persönlichen Existenzsicherung dienen sowie ihrer fachlich-ethischen Verantwortung Rechnung tragen - Bestrebungen, die zunehmend zueinander in Konflikt geraten können. Es werden Bewältigungsweisen illustriert, die sich zwischen flexibler Anpassung und (un)freiwilligem Ausstieg aus dem Berufsfeld bewegen, aber auch Guerilla-Taktiken und Kritik, die auf Weiterentwicklung zielt."
aus dem Klappentext des Buches

Ein Überblick über den Inhalt findet sich auf der Seite des VS-Verlages  VS-Verlag

238 S., Preis 34,90 Euro, VS-Verlag, ISBN 978-3-531-16473-1

 

 

 

 

Jugendliche Intensivtäter/innen
- Kriminelle Karrieren und Präventionsmöglichkeiten aus Sicht der betroffenen Subjekte

Huck, Lorenz

Huck, Lorenz "Seit mehr als 30 Jahren wird in Deutschland eine kleine Gruppe registrierter Straftäter/innen als »Intensivtäter« gesondert bezeichnet und behandelt. Die Etikettierung rechtfertigt es, gegen die Betroffenen mit der vollen Härte des Gesetzes vorzugehen: dabei wird z. T. geltendes Recht gebeugt, in jedem Falle werden die Betroffenen nachhaltig stigmatisiert. In Berlin erfasst die Klassifizierung meist junge Männer mit Migrationshintergrund, die aus dem Bildungssystem herausgefallen sind, kaum berufliche Perspektiven haben und ohne größere Planung oder Organisation Eigentums und Gewaltdelikte begehen. Mittlerweile ist der Begriff »Intensivtäter« in die Alltagssprache eingegangen und wird als Reizwort in der Boulevardpresse verwendet, um Ängste der Bevölkerung aufzugreifen und weiter zu schüren. Vor dem theoretischen Hintergrund Kritischer Psychologie, in Auseinandersetzung mit kriminologischen Theorien und gestützt auf Interviews mit jugendlichen Insassen des Berliner Strafvollzugs liefert Lorenz Huck Argumente gegen personalisierende und individualistische Deutungen mehrfacher strafrechtlicher Auffälligkeit. Die kriminelle Aktivität jugendlicher »Intensivtäter/innen« wird als Versuch verstanden, sich aus einer Position gesellschaftlicher Marginalisierung zu befreien."
aus dem Klappentext des Buches

Ein Überblick über den Inhalt findet sich auf den Seiten des  Argument Verlag

Preis 19,90 Euro, Argument Verlag, ISBN 978-3-88619-732-3

 

 

Abstrakt negiert ist halb kapiert.
Beiträge zur marxistischen Subjektwissenschaft - Morus Markard zum 60. Geburtstag

Hg. Lorenz Huck, Christina Kaindl, Vanessa Lux, Thomas Pappritz, Katrin Reimer, Michael Zander

abstrakt-negiert "Morus Markard, apl. Professor für Psychologie an der FU Berlin und Kritischer Psychologe, arbeitet seit mehr als 30 Jahren kontinuierlich zu Themen wie Einstellung, Erziehung, Autorität und Widerstand, Praxisforschung, Methoden, Identität, Verantwortung und Hochschulpolitik. Dabei geht es ihm nicht nur um die Kritik des Bestehenden, sondern gleichzeitig um die Weiterentwicklung Kritischer Psychologie wie kritischer Wissenschaften. Die Kritik und Weiterentwicklung psychologischer Erkenntnismöglichkeiten ist für ihn dabei auch Versuch, das Mögliche im Wirklichen zu eruieren, und an einer konkreten Negation von entwürdigenden Verhältnissen zu arbeiten: abstrakt negiert ist halb kapiert...

Die Festschrift versammelt Beiträge von Autorinnen und Autoren unterschiedlicher Generationen zu Praxisverhältnissen, Geschichte der Kritischen Psychologie, Kritik der gegenwärtigen Psychologie und Methodenfragen."
aus dem Klappentext des Buches

Ein Überblick über die Beiträge findet sich im  Flyer des Verlages.

415 S., Preis 22 Euro, BdWi-Verlag, ISBN 978-3-939864-05-9

 

 

Die Gegenwart der Lager.
Zur Mikrophysik der Herrschaft in der deutschen Flüchtlingspolitik

von Tobias Pieper

pieper_2008_lager "Asylsuchende, de facto Flüchtlinge und geduldete MigrantInnen werden seit 1982 in lagerähnlichen Gemeinschaftsunterkünften untergebracht, die dezentral über das Bundesgebiet verteilt liegen. Dieses System wird als dezentrales halboffenes Lagersystem gefasst, der Lagerbegriff kritisch diskutiert (Agamben, Goffman, Herbert). Die Einwanderungsgeschichte in die Bundesrepublik Deutschland wird unter dem Gesichtspunkt der Lagerinstallation seit 1945 aufgerollt. Derzeit sind immer noch über 100.000 Menschen davon betroffenen, mit dem "Zuwanderungsgesetz" wurden Ausreiseeinrichtungen (Ausreisezentren/Abschiebelager) zur Forcierung "freiwilliger" Ausreisen als neue Lagerform kodifiziert. Der Einschluss der MigrantInnen in der gesellschaftlichen Exklusion findet weitgehend hinter dem Rücken einer kritischen Öffentlichkeit statt. Diese Forschungsarbeit geht von der Analyse des Sozialraums Lagers aus der Perspektive seiner BewohnerInnen aus und erarbeitet Strukturdimensionen, die diesen analytisch fassbar machen. Es eröffnet sich ein potentiell rechtsfreier Raum, der systematische Menschenrechtsverletzungen produziert. Von raum-, rassismustheoretischen und sicherheitstechnologischen Überlegungen ausgehend wird eine Analyse der politischen, ökonomischen und ideologischen Funktionen das dezentrale Lagersystem erarbeitet. Eingebettet in kritisch-materialistische Theorieansätze wird ein fundierter Begriff des institutionellen Rassismus (Hall, Bourdieu) entworfen. Die Entrechtung von MigrantInnen und deren Einschluss im Lager wird dann in seinen historischen Dimensionen fassbar als wichtiger Regulationsmodus der Einwanderungsbewegungen in die Bundesrepublik Deutschland."
aus dem Klappentext des Buches

ca. 400 Seiten, Preis 29,90 Euro,  Westfälisches Dampfboot, ISBN 978-3-89691-741-6

 

 

Sonderaktion zum Abonnement des Forum Kritische Psychologie!

Seit dem Erscheinen des  Forum Kritische Psychologie 46 gibt es für die Noch-Nicht-AbonnentInnen weiterhin die Chance, sich das (dringend notwendige) Abonnement der Zeitschrift mit einer Prämie versüßen zu lassen: Zu den ersten 300 Abos gibt es den Band von Richard Lichtman Die Produktion des Unbewußten. Die Integration der Psychoanalyse in die marxistische Theorie gratis, aber sicher nicht umsonst, dazu.

Das Jahresabonnement des Forum Kritische Psychologie (FKP) umfasst 2 Ausgaben, kostet 20 Euro, zuzüglich 3 Euro Versandkosten für die Verschickung von beiden Heften. Wer seine FKPs in Zukunft frisch aus dem Briefkasten beziehen möchte, wende sich bitte direkt an die mail Redaktion des FKP.

Ein paar Informationen zur Prämie [Klappentext des Buches]:

Richard Lichtman: Die Produktion des Unbewußten. Die Integration der Psychoanalyse in der marxistischen Theorie. (Argument Verlag 1990, 353 S.).
Die langjährige Debatte um die (Un)Vereinbarkeit der Theorien von Marx und Freud ist, wie das Buch des amerikanischen Philosophen Richard Lichtman auf klare und eindrückliche Weise zeigt, keineswegs abgeschlossen. Im Mittelpunkt seiner Analyse steht die Verbindung zweier verschiedener Konzeptionen des Unbewußten: Marx' Gedanke, dass sich der gesellschaftliche Prozess hinter dem Rücken der Individuen als Herrschaft der vergegenständlichten Objekte vollzieht, wird auf Freuds reformulierte Theorie des individuellen unterdrückten Unbewußten bezogen. Beide Aspekte sind die Seiten einer Medaille. Von daher kann die Befreiung der Individuen nur gelingen, wenn sie nicht vom Prozess der gesellschaftlichen Emanzipation abgekoppelt wird.
"Nur wenige Arbeiten behandeln den Zusammenhang von Marx und Freud auf so klare, provokative und überzeugende Weise ..."
Bertell Ollman, New York University
Richard Lichtman ist Fakultätsmitglied im Department of Philosophy der University of California und lehrt Philosophie am The Wright Institute, Berkeley

 


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