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Kritische Psychologie |
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Vortrag & Diskussion
Gesellschaft für subjektwissenschaftliche Forschung & Praxis ( "Widersprüche expansiven Lernens. Zur kritischen Analyse eigenverantwortlicher Lernformen im Kontext der gegenwärtigen gesellschaftlichen und technologischen Umbrüche"Zeit & Ort: Freitag, 9. Dezember 2005, 18.00 Uhr Im Zuge der gegenwärtigen Flexibilisierung und Prekarisierung der Arbeit wird von Beschäftigten wie Arbeitsuchenden gefordert, dass sie "lebenslang lernen" und selbst ihre "Beschäftigungsfähigkeit" sicherstellen. Lernprozesse sollen nun in Eigenverantwortung und Selbstorganisation geleistet werden, so in der beruflichen Aus- und Weiterbildung durch arbeitsprozessintegriertes Lernen. Solche praxisorientierten Lernformen scheinen insbesondere für die neuen IT-Arbeitsfelder eine sinnvolle - und auf den ersten Blick billigere! - Alternative zum schulischen (verschulten) Lernen zu sein, weil dies die Lernenden eher passivierte, Widerstände hervorrief, ihre Lernmotivation unterlief und sich daher häufig als wenig nachhaltig erwies. Mit den selbstgesteuerten und selbstorganisierten Lernformen scheinen auch Forderungen nach einer "humaneren" Bildung ohne restriktive Pädagogik und ohne Drill eingelöst zu werden. Es lässt sich jedoch beobachten, dass mit den "neuen" Lernformen die erhofften Verbesserungen nicht eintreten, da Selbstorganisation nicht automatisch Selbstbestimmung bedeutet, und sich jene "neuen" Lernformen, insbesondere wenn sie im Arbeitsprozess realisiert werden, nicht weniger widersprüchlich darstellen. Wie kann man diesen neuen Widersprüchen Rechnung tragen? Wie gehen die Lernenden und Leh-renden mit jenen Anforderungen zur "Eigenverantwortung" um? Der Vortrag wird zu diesen Fragen eine Längsschnittstudie über eine Umschulungsmaßnahme im Bereich der Fachinformatik vorstellen. Mit Klaus Holzkamps Lerntheorie wurden hier Widersprüche in Lernverläufen zu analysieren versucht. Da die analytischen Begriffe des "expansiven" und "defensiven Lernens" nicht die spezifisch neuen Probleme erfassten, wurde der subjektwissenschaftliche Ansatz selbst einer Kritik unterzogen und erweitert.
Der Vortrag basiert auf folgender Neuerscheinung:
Kontakt:
Prof. Dr. Morus Markard
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