Eine Rekonstruktion der Evolution der Deszendenzorganisation als Erscheinungsform sich entwickelnder geschlechtsspezifischer Arbeitsteilung

Artikel von Paul Drechsel in Forum Kritische Psychologie 16 (1985).

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Zusammenfassung

Rekonstruktiv dargestellt wird die physische und soziale Evolution des Menschen nach dem Tier-Mensch-Übergang zu einem mit Nahwaffen jagenden egalitären, altruistischen und promisken Großgruppenverband. Nach 300.000 mit der Entwicklung von Fernwafffen zerfällt die Großgruppe in Kleingruppen und deren Erhalt auf Dauer wird zum zentralen Problem. Eine Lösung ist die Einführung der geschlechtsspezifischen Arbeitsteilung sowie die damit verbundene immer eindeutigere Kontrolle der weiblichen Reproduktionsfähigkeit durch die Männer, woraus sich über Zwischenstufen die genealogischen Verwandtschaftsverhältnisse ergeben, zuerst matrilinear, zuletzt patrilinear. Als geronnene asymmetrische Machtverhältnisse erzeugen diese Ordnungen ihre differenten geschlechtsspezifischen psychischen Verhaltensdispositionen bis in heutige Ehe- und Familienbeziehungen.

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