Dritter kritisch-psychologischer Salon 2019

„Partizipation stärken durch Praxisforschung?“

Ort: KulturKiezKneipe Laika, Emser Straße 131, S+U Neukölln

Zeit: Freitag, 13. September 2019, 19.00 Uhr, Einlass ab 18.30

Ulrike Eichinger skizziert Versuche sozialer Selbstverständigung zwischen Professionellen und Nutzer_innen der Drogenhilfe im Rahmen eines Lehrforschungsprojekts. Es werden exemplarisch Möglichkeitsräume für die Stärkung der Partizipation von Nutzer_innen beleuchtet sowie darin zu findende Arrangements von Professionellen und Nutzer_innen mit ihren Dilemmata und Widersprüchen. Dabei wird ein konfliktanalytischer Fokus genutzt, um den Zusammenhang zwischen institutionellen Konfliktkonstellationen, der organisationalen Bearbeitungskultur sowie individuellen Begründungsmustern zu schärfen. Darüber hinaus werden der emanzipatorische Nutzen bzw. die Grenzen eines solchen Kooperationsprojekts (selbstkritisch) diskutiert.

Prof. Dr. phil. Ulrike Eichinger ist Diplom-Sozialarbeiterin (FH) und arbeitet an der Alice-Salomon-Hochschule Berlin

 

 

 

 

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Zweiter kritisch-psychologischer Salon 2019

„Kritik an Neurowissenschaften – das Beispiel der Debatte um den freien Willen“

Ort: KulturKiezKneipe Laika, Emser Straße 131, S+U Neukölln

Zeit: Freitag, 07. Juni 2019, 19.00 Uhr, Einlass ab 18.30

Im Laufe der sogenannten „Dekade des Gehirns“ und der „Dekade des Geistes“ ist an verschiedenen Aspekten neurowissenschaftlicher Forschung Kritik laut geworden – an ihren Deutungsansprüchen, ihren impliziten gesellschaftstheoretischen und philosophischen Grundannahmen und ihren Methoden.
Eileen Wengemuth versucht in diesem Salon die verschiedenen Positionen in der deutschen Debatte um die Willensfreiheit nachzuzeichnen. Hierbei wird von dem sogenannten „Libet-Experiment“ ausgegangen, dessen Ergebnisse von einigen WissenschaftlerInnen dahingehend interpretiert wurden, dass eine Jahrhunderte alte philosophische Frage empirisch gelöst worden sei. Sie zogen hieraus den Schluss, dass die Freiheit des Willens eine nützliche Illusion sei. KritikerInnen hingegen hinterfragen auf unterschiedlichen Ebenen die Aussagekraft dieses Experiments.
 

Eileen Wengemuth, Dipl.-Psych., promoviert mithilfe eines Stipendiums der Hans-Böckler-Stiftung an der Uni Marburg zum Umgang mit Kritik an Neurowissenschaften. Sie ist Mitglied der GsFP und seit mehreren Jahren im Organisationsteam der Ferienuni Kritische Psychologie.

 

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Erster kritisch-psychologischer Salon 2019

„Handlungsfähigkeit durch Faschisierung?!“

Ort: KulturKiezKneipe Laika, Emser Straße 131, S+U Neukölln

Zeit: Freitag, 10. Mai 2019, 19.00 Uhr, Einlass ab 18.30

In den Debatten um die politischen Erfolge des autoritären Populismus sind Erklärungsansätze allgegenwärtig, die dessen Anhänger_innen vorhalten, manipuliert (worden) zu sein, verblendet zu sein, grundsätzlich autoritär gestrickt zu sein – oder aber gar nicht anders zu können, als rechtsradikal zu wählen, aus Notwehr. Wir wollen demgegenüber einen kritisch-psychologischen Blick auf das Problem werfen, der davon ausgeht, dass Subjekte von ihrem Standpunkt aus »gute Gründe« für ihr Handeln haben. Mit der Kategorie der Handlungsfähigkeit wollen wir uns durch Theorien und Überlegungen hinsichtlich der Produktion von »politischen Meinungen« arbeiten, wobei unser Fokus auf der Schnittstelle von Alltagsverstand und Ideologie liegt. Es geht uns darum, aus Subjektperspektive zu verstehen, warum »rechte« gegenüber »linken« Ansätzen attraktiver erscheinen und warum linksliberale Allianzen so wenig dagegen ausrichten können.
 

Daniel Schnur studiert Psychologie an der Universität Klagenfurt/Celovec. Seit 2016 im Vorbereitungsteam der Ferienuni Kritische Psychologie. Schreibt aktuell seine Masterarbeit zu autoritärem Populismus. Gastherausgeber eines Heftes von Psychologie & Gesellschaftskritik, »Kritische Psychotherapie« (Heft 166/67).
 
Till Manderbach studiert Psychologie an der Universität Klagenfurt/Celovec. Seit 2016 im Vorbereitungsteam der Ferienuni Kritische Psychologie. Im Rahmen seiner Masterarbeit forscht er zu Produktionsweisen politischer Meinung im Kontext des Rechtspopulismus.

 

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Kritisch-psychologischer Salon: Vorschau auf die Termine 2019

Die Gesprächsreihe will einen Austausch innerhalb der Kritischen Psychologie und darüber hinaus anregen: Überlegungen zu psychologisch und gesellschaftlich relevanten Gegenwartsfragen sollen so präsentiert werden, dass sie – das akademische Korsett der Psychologie sprengend – die gemeinsame Reflexion und antikapitalistisches Handeln voranbringen. Der Salon kann ab 18:30 mit einem Getränk und Zeit für ein persönliches Gespräch beginnen, um 19 Uhr s.t. geht´s mit dem Vortrag los.

Ort: Laika, Emser Straße 131, S+U Neukölln

 

 

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Fünfter kritisch-psychologischer Salon

„Kontextualisierte Trauma-Arbeit gegen Gewalt an Frauen“

Ort: KulturKiezKneipe Laika, Emser Straße 131, S+U Neukölln

Zeit: Freitag, 14. Dezember 2018, 19.15 Uhr, Einlass ab 19.00

Ariane Brenssell stellt Verlauf und Erkenntnisse des Projekts „Feministische, kontextualisierte Trauma-Arbeit. Eine partizipative Forschung“ vor, die sie 2015 – 2018 mit dem Bundesverband Frauenberatungsstellen und Notrufen sowie mit Expertinnen aus Erfahrung durchführte. Sie zeigt,wie feministische, politische und subjektwissenschaftliche (kritisch-psychologische) Perspektiven den Blick auf Traumata verändern, und plädiert für eine Intervention in die aktuelle Traumadebatte.

Dr. phil. Ariane Brenssell ist Diplom-Psychologin und Professorin an der Ostfalia, Hochschule für Angewandte Wissenschaften Braunschweig / Wolfenbüttel.

 

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Vierter kritisch-psychologischer Salon 2018

„Erzähl Dein Leben!
Individuelle Lebensgeschichten, kollektive Dimensionen von Erfahrung und gesellschaftliche Realität“

Ort: KulturKiezKneipe Laika, Emser Straße 131, S+U Neukölln

Zeit: Freitag, 12. Oktober 2018, 19.00 Uhr s.t., Einlass ab 18.30

Autobiographische Äußerungen sind ein selbstverständlicher Bestandteil des alltäglichen menschlichen Zusammenlebens. In Alltagsgesprächen zwischen Menschen werden Erlebnisse und Erfahrungen geteilt, beim Kennenlernen oder Wiedersehen erzählen Menschen sich Geschichten aus ihrem Leben, nehmen so Anteil am Leben anderer, holen sich und geben Rat in verschiedenen Lebenssituationen. Ende des 19.Jahrhunderts erleichterte vor allem die Erfindung und stetige Weiterentwicklung von Tonaufzeichnungsgeräten den Einzug von autobiographischen Äußerungen auch in den wissenschaftlichen Kontext. Mit Hilfe von aufgezeichneten und transkribierten narrativ-biographischen Interviews war es nun möglich, die unterschiedlichsten sozialen Gruppen mit ihren konkreten Lebensverhältnissen und mit ihrer kollektiven Geschichte zu Wort kommen zu lassen. In der Kritischen Psychologie taucht Biographieforschung bisher nur marginal auf, obwohl gerade die Kritische Psychologie als marxistische Subjektwissenschaft Kategorien zur Verfügung stellt, mit deren Hilfe die Vermittlung zwischen Individuum und Gesellschaft begrifflich gefasst und aktualempirisch analysiert werden kann.
In diesem Werkstattgespräch möchte Grete Erckmann ausgehend von Holzkamps Unterscheidung zwischen »Phänomenal-« und »Realbiographie« und unter Bezugnahme auf andere erziehungs- und bildungswissenschaftliche Biographieforschungsansätze erste Überlegungen zu einer möglichen subjekwissenschaftlichen Herangehensweise an Biographieforschung vorstellen und anhand eines fiktiven Beispiels einer möglichen Biographie diskutieren.“

Grete Erckmann, Dipl.-Psych., promoviert am Institut für Bildungswissenschaft der Universität Wien zu Biographien von Jugendlichen. Sie arbeitet im Projekt „Outreach – mobile Jugendarbeit“ in Berlin als Streetworkerin in sogenannten „urbanen Problemvierteln“ und ist Mitglied der Gesellschaft für subjektwissenschaftliche Forschung und Praxis (GsFP).

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Beratung von Opfern rechter und rassistischer Gewalt

Gesa Köbberling

Wie können Betroffene von rechter und rassistischer Gewalt in Deutschland unterstützt werden? In kritisch-psychologischer Perspektive greift Gesa Köbberling  Ergebnisse internationaler Hate-Crime-Forschung auf und rekonstruiert anhand von Fallanalysen und qualitativen Interviews den Zusammenhang zwischen individuellen Gewaltfolgen und gesellschaftlichem Kontext. Sie skizziert die Potenziale – aber auch die Grenzen – eines professionellen Unterstützungsangebots, das sich explizit als soziale und politische Praxis versteht. Die Studie knüpft an Diskussionen um Möglichkeiten einer kritischen Praxis Sozialer Arbeit an, die das Politische im Sozialen nicht ausklammert.

Gesa Köbberling ist Professorin an der Evangelischen Hochschule Freiburg.

Köbberling 2018_Inhalt

Print, 34,99 EUR
4/2018, 412 Seiten kart.
ISBN 978-3-8376-3866-0

E-Book (PDF), 34,99 EUR
5/2018, 412 Seiten
ISBN 978-3-8394-3866-4

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Forum Kritische Psychologie – Neue Folge, Nr. 1 – Migration und Rassismus

Migration und Rassismus: 40 Jahre nach der Gründung des Forum Kritische Psychologie (FKP) führt eine neue Redaktion die Zeitschrift in neuer Folge weiter – und widmet sich im ersten Heft Themenkomplexen, die gesellschaftlich so virulent wie psychologisch relevant sind. Die Zeitschrift setzt die Tradition des FKP fort und bietet zugleich ein Forum für unterschiedliche Lesarten und Weiterentwicklungen Kritischer Psychologie.

FKP-Inhaltsverzeichnis

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