Abstrakt negiert ist halb kapiert (2008): Ab jetzt online verfügbar

Beiträge zur marxistischen Subjektwissenschaft – Morus Markard zum 60. Geburtstag

Hg. Lorenz Huck, Christina Kaindl, Vanessa Lux, Thomas Pappritz, Katrin Reimer, Michael Zander

Abstrakt negiert ist halb kapiert.Morus Markard, apl. Professor für Psychologie an der FU Berlin und Kritischer Psychologe, arbeitet seit mehr als 30 Jahren kontinuierlich zu Themen wie Einstellung, Erziehung, Autorität und Widerstand, Praxisforschung, Methoden, Identität, Verantwortung und Hochschulpolitik. Dabei geht es ihm nicht nur um die Kritik des Bestehenden, sondern gleichzeitig um die Weiterentwicklung Kritischer Psychologie wie kritischer Wissenschaften. Die Kritik und Weiterentwicklung psychologischer Erkenntnismöglichkeiten ist für ihn dabei auch Versuch, das Mögliche im Wirklichen zu eruieren, und an einer konkreten Negation von entwürdigenden Verhältnissen zu arbeiten: abstrakt negiert ist halb kapiert…

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Zum Verhältnis von Theorie und Praxis in der Psychologie (1988): Ab jetzt online verfügbar

Bericht von der 4. internationalen Ferienuniversität Kritische Psychologie, 05. bis 10. Oktober 1987 in Fulda, veranstaltet vom Fachbereich Sozialarbeit der Fachhochschule Fulda.

Hg. Joseph Dehler und Konstanze Wetzel

„Das Verhältnis von Theorie und Praxis ist keine bloße begriffliche Angelegenheit, sondern ein reales Widerspruchsverhältnis, das sich in mannigfachen Konflikten zwischen ‚Theoretikern‘ und ‚Praktikern‘ personalisieren kann, die sich z. B. in wechselseitigen Immunisierungsstrategien ausdrücken: So wenn ‚Praxis‘ als Anspruchsermäßigung, als Machbarkeit, als Ekletizismus oder als kompromißbestimmt verstanden wird. Oder wenn von Seiten der ‚Theorie‘ die Praktiker grundsätzlich als unwissenschaftlich desavouiert werden. In diesem Fall gibt es prinzipiell keinen Weg von der wissenschaftlichen Theorie in eine wissenschaftsgeleitete Praxis…“ (aus dem Klappentext)

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Corona, Verschwörungsideologien und ‚Denialismus‘

Kritisch-Psychologischer Online-Salon 2021

Datum: 12.02.2021, 19 Uhr

Ort: Online via Zoom

Zugangsdaten per E-Mail an anmeldung@kritische-psychologie.de, Betreff: Salon

Seit Ausbruch der Covid-19-Pandemie haben entsprechende Verschwörungsideologien Konjunktur. Warum glauben Menschen u.a. daran, dass Regierungen weltweit »Panikmache« betreiben, welche Rolle spielt dabei das systematische Verleugnen unliebsamer Evidenz (»Denialismus«) und was unterscheidet verschwörungsideologisches von kritischem Denken? Diese und andere Fragen können im Anschluss an die Vorträge diskutiert werden.

Michael Zander vertritt derzeit eine Professur im Studiengang Rehabilitationspsychologie an der Hochschule Magdeburg-Stendal.

Joseph Kuhn ist im Öffentlichen Gesundheitsdienst tätig und schreibt privat auf Scienceblogs, u.a. zu Corona.

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Rechtsruck & psychiatrische Praxis

Wie umgehen mit Rechtsradikalismus im psychiatrischen Alltag? – Kritisch-psychologischer Salon

Datum: 08.01.2021, 19 Uhr

Ort: Online via Zoom

Zugangsdaten per E-Mail an anmeldung@kritische-psychologie.de, Betreff: Salon

Wo sind die Grenzen zwischen Psychotherapie und politischer Debatte? Welche Rolle spielt die politische Gesinnung im therapeutischen Gespräch und Setting? Eigentlich dachte ich, als Psychiater und Psychotherapeut in Ausbildung, hierzu eine klare Haltung zu haben. Die schwierige Auseinandersetzung mit einer Patientin und AfD-Parteigängerin brachte diese Haltung jedoch ins Wanken. Dies setzte eine Suchbewegung in Gang, die schließlich in einen Zeitungsartikel und eine institutionelle Debatte darüber mündete, wie ich und wir mit rassistischem und rechtsradikalem Verhalten von Patient*innen und Personal umgehen wollen. Der Vortrag versteht sich als Momentaufnahme eines Prozesses und als Anregung zu einer Diskussion, die wir alle führen sollten.

Samuel Thoma ist Psychiater und Psychotherapeut in Ausbildung an der Medizinischen Hochschule Brandenburg. Er forscht zu philosophischen Grundlagen der Sozialpsychiatrie.

(Moderation: Leonie Knebel)

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Kritische Umweltpsychologie

Stand und Perspektiven – Kritisch-Psychologischer Salon

Datum: 11.12.2020, 18:30 bis 20 Uhr

Ort: Online via Zoom

Zugangsdaten per E-Mail an anmeldung@kritische-psychologie.de, Betreff: Salon

Kann die Psychologie zur Überwindung der Klimakrise beitragen? Umweltpsychologie ist i.d.R. „Mainstream-Psychologie“, mit allen Problemen, die damit einhergehen. Kritische Psychologie hat bisher nur wenig zu ökologischen Themen gearbeitet. Kritische Umweltpsychologie ist der Versuch, vorliegende Ansätze zu reinterpretieren und eine „subjekt-zentrierte Wissenschaft der gesellschaftlichen Transformation“ zu entwickeln.

Steffen Krenzer arbeitet für Mehr Demokratie e.V. und ist Initiator des Arbeitskreises Kritische Umweltpsychologie der Initiative Psychologie im Umweltschutz e.V.

(Moderation: Michael Zander)

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Der nächste Termin: 08.01.2021: Rechtsruck & psychiatrische Praxis – Wie umgehen mit Rechtsradikalismus im psychiatrischen Alltag? (Samuel Thoma, Moderation: Leonie Knebel)

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Arbeitskämpfe im Krankenhaus

Was bewegt die Aktivist_innen? – Kritisch-Psychologischer Salon

Datum: 13.11.2020, 18:30 bis 20 Uhr

Ort: Online via Zoom

Zugangsdaten per E-Mail an anmeldung@kritische-psychologie.de, Betreff: Salon

Aus einer kritisch-psychologischen Perspektive wurde untersucht, warum sich Beschäftigte in Arbeitskämpfen in Krankenhäusern einbringen, welche Ziele sie verfolgen und wie sich ihre Begründungen im Verlauf der Auseinandersetzungen verändern. Ihre Vorstellungen von (kollektiver) Handlungsfähigkeit sowie Politisierungs- und Solidarisierungsprozesse stehen dabei im Fokus der Analyse.

Stephan Trautner hat dazu im Rahmen seiner Masterarbeit geforscht. Er ist seit 2016 Teil des Vorbereitungsteams der Ferienuniversität Kritische Psychologie.

(Moderation: Daniel Schnur)

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Die nächsten Termine: 11.12.2020: Kritische Umweltpsychologie – Stand und Perspektiven (Steffen Krenzer, Moderation: Michael Zander), 08.01.2021: Rechtsruck & psychiatrische Praxis – Wie umgehen mit Rechtsradikalismus im psychiatrischen Alltag? (Samuel Thoma, Moderation: Leonie Knebel)

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Kritische Psychologie als historisch-materialistische Subjektwissenschaft

Veröffentlicht in: J. Dellheim, A. Demirovic, K. Pühl, T. Sablowski & I. Solty (Hrsg.), Auf den Schultern von Karl Marx (S. 281–295). Münster: Westfälisches Dampfboot. Verfügbar über:  Leonie Knebel in Auf den Schultern von Karl Marx 2020

Leonie Knebel

Klaus Holzkamp (1977) bezeichnet die Kritische Psychologie in ihrem Verhältnis zum Marxismus, der „allgemeine historische Subjektwissenschaft par excellence“ sei, als „besondere Subjektwissenschaft“. Deren Charakter bestehe darin, dass sie die Entwicklung der „subjekthaft-aktiven Komponente“ (64) zum praktischen Ziel habe, also die Selbstbestimmung in der individuellen Lebenstätigkeit. Holzkamp grenzt sich damit gegen eine ökonomistisch verkürzte Position ab und verdeutlicht gleichzeitig, dass die Kritische Psychologie eine Individualwissenschaft ist, deren Ausgangspunkt persönliche Erfahrungen, Leidenszustände usw. sind und deren Aufgabe die Förderung individueller Emanzipation ist. Aus diesem Grund kann und will die Kritische Psychologie eine kritische Gesellschaftswissenschaft nicht ersetzen. Lesen extern fortsetzen →

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„Die eigentlichen Triebkräfte, die ihn bewegen, bleiben ihm unbekannt.“. Ideologie als psychologisches Problem.

Veröffentlicht in: J. Dellheim, A. Demirovic, K. Pühl, T. Sablowski & I. Solty (Hrsg.), Auf den Schultern von Karl Marx (S. 271–280). Münster: Westfälisches Dampfboot. Verfügbar über: Michael Zander in Auf den Schultern von Karl Marx 2020

Michael Zander

1. Hintergrund

Im Sommer 2018, in dem Karl Marx’ 200. Geburtstag gefeiert wurde, erlebte Europa einen Hitzerekord, eine Dürre, Ernteausfälle und große Waldbrände in mehreren Ländern. Die globale Durchschnittstemperatur lag laut Umweltbundesamt (UBA) 0,79°C über dem langjährigen Durchschnittswert des 20. Jahrhunderts. „Neun der zehn wärmsten Jahre, die seit Beginn der regelmäßigen Aufzeichnungen beobachtet wurden, traten im 21. Jahrhundert auf“ (UBA 2019). Der Weltklimarat IPCC veröffentlichte im Oktober des Jahres einen Sonderbericht, aus dem hervorging, dass der globale Ausstoß von klimaschädlichen Gasen bis 2030 um knapp die Hälfte des Umfangs im Jahr 2010 und bis Mitte des Jahrhunderts auf „netto null“, also ein Minimum reduziert werden muss, das der Atmosphäre wieder entzogen werden kann (IPCC 2018). Andernfalls drohen der Anstieg des Meeresspiegels, Stürme, Überschwemmungen, Dürren und möglicherweise das Überschreiten von sogenannten Kipppunkten des Klimas, jenseits derer die Erde für Menschen unbewohnbar werden könnte (Steffen u.a. 2018). Lesen extern fortsetzen →

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Krise und Realitätsverlust. Sozialpsychologische Aspekte von Verschwörungsideologien

Veröffentlicht in: Forum Wissenschaft, 37 (4), 9–12. Verfügbar über: Michael Zander in Forum Wissenschaft 2020

Michael Zander

Warum erleben Verschwörungserzählungen in jüngster Zeit – besonders mit Blick auf die Klimakrise und die Corona-Pandemie – einen anscheinend wachsenden Zuspruch? Ist das nur eine Folge sich selbst verstärkender Internet-Blasen? Michael Zander analysiert die sozialpsychologischen Hintergründe verschwörungsideologischer Bewegungen. Lesen extern fortsetzen →

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