Erster kritisch-psychologischer Landsalon 2021

Datum: Samstag, 18.09.2021, ab 17:30 Uhr 

Ort: Nordwestuckermark in Fürstenwerder, Scheune Ernst-Thälmann-Str. 12

Voranmeldung unter: landsalon@posteo.de

Individuell angemessene Spenden vor Ort sind sehr willkommen.

In der ersten Ausgabe des Landsalons geht es um die „Generationengespräche Ost“. Die Lesung aus dem gleichnamigen Buch der beiden Autorinnen Sabine Michel und Dörte Grimm bietet einen Ausgangspunkt. Die darin geführten Interviews über Erfahrungen in insgesamt 3 politischen Systemen ermutigen miteinander und über Generationen hinweg ins Gespräch zu kommen. Aufkommende Fragen und Denkanstöße diskutiert die Initiative Landsalon mit der/dem Moderator/in Leonie Knebel /Michael Zander.

Organisiert von der Initiative Landsalon in Kooperation mit dem Buchladen Fürstenwerder und der Gesellschaft für subjektwissenschaftliche Forschung und Praxis, mit Unterstützung der Rosa-Luxemburg-Stiftung

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Vierter kritisch-psychologischer Salon 2021

Sexualisierte Gewalt an Männern* aus Betroffenensicht.
Was haben biografische Erzählungen mit der Wiedergewinnung eigener Deutungsmacht zu tun?

Datum: Freitag, 11. Juni 2021, 19.00 bis 20.30 Uhr

Ort: Online via Zoom

Zugangsdaten per E-Mail an anmeldung@kritische-psychologie.de, Betreff: Salon

In diesem Salon geht es um die Frage, wie die Subjektstandpunkte von Betroffenen in der Wissenschaft und darüber hinaus sichtbar gemacht werden können. Aus seiner Berufspraxis als ehemaliger Berater in der betroffenenkontrollierten Anlaufstelle Tauwetter e. V. und durch Ergebnisse aus der Forschung gegen sexualisierte Gewalt hat der Referent der Eindruck gewonnen, dass Standpunkte von Betroffenen von der Deutungsmacht der Wissenschaftler*innen abhängig sind: Ermöglicht die en vogue gewordene partizipative Forschung, die Deutungsmacht hin zu den Betroffenen zu verschieben? Oder ist die Beteiligung von Betroffenen an Forschungsprozessen möglicherweise nur ein Scheinerfolg, der eher einem Fehlschlag gleichkommt? Detlef Maag nimmt an, dass es für das Anliegen, Betroffenenstandpunkte von Fremdzuschreibungen und Außenstandpunkten Nichtbetroffener zu befreien, nur teilweise hilfreich ist. Anhand von Ergebnissen aus seiner Masterarbeit und seiner laufenden Promotion wird er hierzu Thesen vortragen und zur Diskussion stellen.

Detlef Maag ist Gestalttherapeut und Sozialarbeiter (M.A. Praxisforschung in Sozialer Arbeit und Pädagogik) und promoviert am Promotionszentrum für Soziale Arbeit der HAW Hessen. Sein Forschungsthema ist: Lebensgeschichtliche Erfahrung sexualisierter Gewalt von Männern* und die Bedeutung gegenhegemonialer und betroffenenkontrollierter Ansätze.

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Notiz zu Geschichte und Gegenwart qualitativer Sozialforschung: Günter Mey zum 60. Geburtstag

Verfügbar über: Michael Zander auf begegnen und bewegen 2021

Möglicherweise wird man eines Tages auf die Psychologie und die Sozialwissenschaften unserer Zeit zurückblicken und Mühe haben, nachzuvollziehen, warum in den diversen Fächern die qualitative Sozialforschung einen so schweren Stand hatte. Besonders befremdlich wird man dies vielleicht insbesondere im Falle Deutschlands und Österreichs finden, von wo aus einst die Naziherrschaft und der Zweite Weltkrieg ihren Ausgang nahmen. Forscherinnen und Forscher wurden ermordet, z.B. Käthe Leichter und Georges Politzer, in den Selbstmord getrieben – wie Martha Muchow nach der Entlassung William Sterns und nach ihrer eigenen Suspendierung (Mey & Wallbrecht, 2016) –, oder sie sahen sich zur Flucht gezwungen, unter ihnen Theodor W. Adorno, Marie Jahoda und Kurt Lewin. Mehrheitlich bezogen sich die Genannten in ihren Werken auf die Schriften von Karl Marx und Sigmund Freud. Lesen extern fortsetzen →

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Dritter kritisch-psychologischer Salon 2021

Vereinbarkeit von Mutterschaft und Beruf aus der Perspektive von Frauen der arbeitenden Klassen

Datum: 09.04.2021, 19 bis 20:30 Uhr

Ort: Online via Zoom

Zugangsdaten per E-Mail an anmeldung@kritische-psychologie.de, Betreff: Salon

Die Vereinbarkeit von Mutterschaft und Beruf wird von verschiedenen Akteur_innen unterschiedlich diskutiert. Einerseits wird es als Erfolg gewertet, dass immer mehr Frauen mit Kindern erwerbstätig sind und ein eigenes Einkommen erzielen. Andererseits zeigt sich, dass trotz (oder gerade wegen?) neuer Familienpolitik viele berufstätige Mütter lediglich Zuverdienerinnen und abhängig von einem Haushaltseinkommen bleiben, das durch den männlichen Partner erworben wird. Kritisch wird auch von „selektiver Emanzipation“ gesprochen, da es vor allem sozial besser gestellten Frauen möglich ist, Mutterschaft und Beruf zu vereinen. Ich habe in meiner Forschung mit Frauen der arbeitenden Klassen über Familiengründung und finanzielle Unabhängigkeit gesprochen. Die Ergebnisse möchte ich in diesem kritisch-psychologischen Salon darstellen.

Fiona Kalkstein ist Diplom-Psychologin und hat über die Perspektiven auf Vereinbarkeit von Mutterschaft und Beruf von Frauen aus den arbeitenden Klassen promoviert. Sie war bis zum 31.03. wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Hochschule Magdeburg Stendal und freut sich über Stellenhinweise als Psychologin.

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Abstrakt negiert ist halb kapiert (2008): Ab jetzt online verfügbar

Beiträge zur marxistischen Subjektwissenschaft – Morus Markard zum 60. Geburtstag

Hg. Lorenz Huck, Christina Kaindl, Vanessa Lux, Thomas Pappritz, Katrin Reimer, Michael Zander

Abstrakt negiert ist halb kapiert.Morus Markard, apl. Professor für Psychologie an der FU Berlin und Kritischer Psychologe, arbeitet seit mehr als 30 Jahren kontinuierlich zu Themen wie Einstellung, Erziehung, Autorität und Widerstand, Praxisforschung, Methoden, Identität, Verantwortung und Hochschulpolitik. Dabei geht es ihm nicht nur um die Kritik des Bestehenden, sondern gleichzeitig um die Weiterentwicklung Kritischer Psychologie wie kritischer Wissenschaften. Die Kritik und Weiterentwicklung psychologischer Erkenntnismöglichkeiten ist für ihn dabei auch Versuch, das Mögliche im Wirklichen zu eruieren, und an einer konkreten Negation von entwürdigenden Verhältnissen zu arbeiten: abstrakt negiert ist halb kapiert…

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Zum Verhältnis von Theorie und Praxis in der Psychologie (1988): Ab jetzt online verfügbar

Bericht von der 4. internationalen Ferienuniversität Kritische Psychologie, 05. bis 10. Oktober 1987 in Fulda, veranstaltet vom Fachbereich Sozialarbeit der Fachhochschule Fulda.

Hg. Joseph Dehler und Konstanze Wetzel

„Das Verhältnis von Theorie und Praxis ist keine bloße begriffliche Angelegenheit, sondern ein reales Widerspruchsverhältnis, das sich in mannigfachen Konflikten zwischen ‚Theoretikern‘ und ‚Praktikern‘ personalisieren kann, die sich z. B. in wechselseitigen Immunisierungsstrategien ausdrücken: So wenn ‚Praxis‘ als Anspruchsermäßigung, als Machbarkeit, als Ekletizismus oder als kompromißbestimmt verstanden wird. Oder wenn von Seiten der ‚Theorie‘ die Praktiker grundsätzlich als unwissenschaftlich desavouiert werden. In diesem Fall gibt es prinzipiell keinen Weg von der wissenschaftlichen Theorie in eine wissenschaftsgeleitete Praxis…“ (aus dem Klappentext)

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Corona, Verschwörungsideologien und ‚Denialismus‘

Kritisch-Psychologischer Online-Salon 2021

Datum: 12.02.2021, 19 Uhr

Ort: Online via Zoom

Zugangsdaten per E-Mail an anmeldung@kritische-psychologie.de, Betreff: Salon

Seit Ausbruch der Covid-19-Pandemie haben entsprechende Verschwörungsideologien Konjunktur. Warum glauben Menschen u.a. daran, dass Regierungen weltweit »Panikmache« betreiben, welche Rolle spielt dabei das systematische Verleugnen unliebsamer Evidenz (»Denialismus«) und was unterscheidet verschwörungsideologisches von kritischem Denken? Diese und andere Fragen können im Anschluss an die Vorträge diskutiert werden.

Michael Zander vertritt derzeit eine Professur im Studiengang Rehabilitationspsychologie an der Hochschule Magdeburg-Stendal.

Joseph Kuhn ist im Öffentlichen Gesundheitsdienst tätig und schreibt privat auf Scienceblogs, u.a. zu Corona.

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Rechtsruck & psychiatrische Praxis

Wie umgehen mit Rechtsradikalismus im psychiatrischen Alltag? – Kritisch-psychologischer Salon

Datum: 08.01.2021, 19 Uhr

Ort: Online via Zoom

Zugangsdaten per E-Mail an anmeldung@kritische-psychologie.de, Betreff: Salon

Wo sind die Grenzen zwischen Psychotherapie und politischer Debatte? Welche Rolle spielt die politische Gesinnung im therapeutischen Gespräch und Setting? Eigentlich dachte ich, als Psychiater und Psychotherapeut in Ausbildung, hierzu eine klare Haltung zu haben. Die schwierige Auseinandersetzung mit einer Patientin und AfD-Parteigängerin brachte diese Haltung jedoch ins Wanken. Dies setzte eine Suchbewegung in Gang, die schließlich in einen Zeitungsartikel und eine institutionelle Debatte darüber mündete, wie ich und wir mit rassistischem und rechtsradikalem Verhalten von Patient*innen und Personal umgehen wollen. Der Vortrag versteht sich als Momentaufnahme eines Prozesses und als Anregung zu einer Diskussion, die wir alle führen sollten.

Samuel Thoma ist Psychiater und Psychotherapeut in Ausbildung an der Medizinischen Hochschule Brandenburg. Er forscht zu philosophischen Grundlagen der Sozialpsychiatrie.

(Moderation: Leonie Knebel)

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