Antisemitismus Heterogenität Allianzen

Jüdische Perspektiven auf Herausforderungen der Berliner Zivilgesellschaft

Katrin Reimer-Gordinskaya und Selena Tzschiesche

Die heterogene jüdische Community Berlins ist aktiver Teil des kulturellen Lebens und der demokratischen Zivilgesellschaft der Stadt. Gleichzeitig erfahren und antizipieren jüdische Berliner*innen in ihrem Alltag unterschiedliche Formen von Antisemitismus, teils verschränkt mit anderen Diskriminierungen, dem sie zugleich widerständig begegnen. Der langjährige Einsatz von Initiativen gegen Antisemitismus hat das Problem in der Mehrheitsgesellschaft zwar sichtbarer gemacht, virulent ist aber nach wie vor. Und während die pluralen Zugehörigkeiten von Jüdinnen*Juden einerseits Anlass für breite Allianzen sind, erfahren sie in diesen auch mit Antisemitismus verknüpften Gegenwind. Eine effektive und gemeinsame Gegenwehr gegen Antisemitismus sowie die Bildung von Bündnissen für eine solidarische Gesellschaft bleiben Herausforderungen.

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Kritische Umweltpsychologie

Stand und Perspektiven – Kritisch-Psychologischer Salon

Datum: 11.12.2020, 18:30 bis 20 Uhr

Ort: Online via Zoom

Zugangsdaten per E-Mail an anmeldung@kritische-psychologie.de, Betreff: Salon

Kann die Psychologie zur Überwindung der Klimakrise beitragen? Umweltpsychologie ist i.d.R. „Mainstream-Psychologie“, mit allen Problemen, die damit einhergehen. Kritische Psychologie hat bisher nur wenig zu ökologischen Themen gearbeitet. Kritische Umweltpsychologie ist der Versuch, vorliegende Ansätze zu reinterpretieren und eine „subjekt-zentrierte Wissenschaft der gesellschaftlichen Transformation“ zu entwickeln.

Steffen Krenzer arbeitet für Mehr Demokratie e.V. und ist Initiator des Arbeitskreises Kritische Umweltpsychologie der Initiative Psychologie im Umweltschutz e.V.

(Moderation: Michael Zander)

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Der nächste Termin: 08.01.2021: Rechtsruck & psychiatrische Praxis – Wie umgehen mit Rechtsradikalismus im psychiatrischen Alltag? (Samuel Thoma, Moderation: Leonie Knebel)

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Arbeitskämpfe im Krankenhaus

Was bewegt die Aktivist_innen? – Kritisch-Psychologischer Salon

Datum: 13.11.2020, 18:30 bis 20 Uhr

Ort: Online via Zoom

Zugangsdaten per E-Mail an anmeldung@kritische-psychologie.de, Betreff: Salon

Aus einer kritisch-psychologischen Perspektive wurde untersucht, warum sich Beschäftigte in Arbeitskämpfen in Krankenhäusern einbringen, welche Ziele sie verfolgen und wie sich ihre Begründungen im Verlauf der Auseinandersetzungen verändern. Ihre Vorstellungen von (kollektiver) Handlungsfähigkeit sowie Politisierungs- und Solidarisierungsprozesse stehen dabei im Fokus der Analyse.

Stephan Trautner hat dazu im Rahmen seiner Masterarbeit geforscht. Er ist seit 2016 Teil des Vorbereitungsteams der Ferienuniversität Kritische Psychologie.

(Moderation: Daniel Schnur)

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Die nächsten Termine: 11.12.2020: Kritische Umweltpsychologie – Stand und Perspektiven (Steffen Krenzer, Moderation: Michael Zander), 08.01.2021: Rechtsruck & psychiatrische Praxis – Wie umgehen mit Rechtsradikalismus im psychiatrischen Alltag? (Samuel Thoma, Moderation: Leonie Knebel)

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Kritische Psychologie als historisch-materialistische Subjektwissenschaft

Veröffentlicht in: J. Dellheim, A. Demirovic, K. Pühl, T. Sablowski & I. Solty (Hrsg.), Auf den Schultern von Karl Marx (S. 281–295). Münster: Westfälisches Dampfboot. Verfügbar über:  Leonie Knebel in Auf den Schultern von Karl Marx 2020

Leonie Knebel

Klaus Holzkamp (1977) bezeichnet die Kritische Psychologie in ihrem Verhältnis zum Marxismus, der „allgemeine historische Subjektwissenschaft par excellence“ sei, als „besondere Subjektwissenschaft“. Deren Charakter bestehe darin, dass sie die Entwicklung der „subjekthaft-aktiven Komponente“ (64) zum praktischen Ziel habe, also die Selbstbestimmung in der individuellen Lebenstätigkeit. Holzkamp grenzt sich damit gegen eine ökonomistisch verkürzte Position ab und verdeutlicht gleichzeitig, dass die Kritische Psychologie eine Individualwissenschaft ist, deren Ausgangspunkt persönliche Erfahrungen, Leidenszustände usw. sind und deren Aufgabe die Förderung individueller Emanzipation ist. Aus diesem Grund kann und will die Kritische Psychologie eine kritische Gesellschaftswissenschaft nicht ersetzen. Lesen extern fortsetzen →

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„Die eigentlichen Triebkräfte, die ihn bewegen, bleiben ihm unbekannt.“. Ideologie als psychologisches Problem.

Veröffentlicht in: J. Dellheim, A. Demirovic, K. Pühl, T. Sablowski & I. Solty (Hrsg.), Auf den Schultern von Karl Marx (S. 271–280). Münster: Westfälisches Dampfboot. Verfügbar über: Michael Zander in Auf den Schultern von Karl Marx 2020

Michael Zander

1. Hintergrund

Im Sommer 2018, in dem Karl Marx’ 200. Geburtstag gefeiert wurde, erlebte Europa einen Hitzerekord, eine Dürre, Ernteausfälle und große Waldbrände in mehreren Ländern. Die globale Durchschnittstemperatur lag laut Umweltbundesamt (UBA) 0,79°C über dem langjährigen Durchschnittswert des 20. Jahrhunderts. „Neun der zehn wärmsten Jahre, die seit Beginn der regelmäßigen Aufzeichnungen beobachtet wurden, traten im 21. Jahrhundert auf“ (UBA 2019). Der Weltklimarat IPCC veröffentlichte im Oktober des Jahres einen Sonderbericht, aus dem hervorging, dass der globale Ausstoß von klimaschädlichen Gasen bis 2030 um knapp die Hälfte des Umfangs im Jahr 2010 und bis Mitte des Jahrhunderts auf „netto null“, also ein Minimum reduziert werden muss, das der Atmosphäre wieder entzogen werden kann (IPCC 2018). Andernfalls drohen der Anstieg des Meeresspiegels, Stürme, Überschwemmungen, Dürren und möglicherweise das Überschreiten von sogenannten Kipppunkten des Klimas, jenseits derer die Erde für Menschen unbewohnbar werden könnte (Steffen u.a. 2018). Lesen extern fortsetzen →

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Krise und Realitätsverlust. Sozialpsychologische Aspekte von Verschwörungsideologien

Veröffentlicht in: Forum Wissenschaft, 37 (4), 9–12. Verfügbar über: Michael Zander in Forum Wissenschaft 2020

Michael Zander

Warum erleben Verschwörungserzählungen in jüngster Zeit – besonders mit Blick auf die Klimakrise und die Corona-Pandemie – einen anscheinend wachsenden Zuspruch? Ist das nur eine Folge sich selbst verstärkender Internet-Blasen? Michael Zander analysiert die sozialpsychologischen Hintergründe verschwörungsideologischer Bewegungen. Lesen extern fortsetzen →

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Erster kritisch-psychologischer Salon 2020

„Psychotherapie, Depression und Emanzipation“

Ort: Internet (via zoom)

Zeit: Freitag, 10. Juli 2020, 19.00 bis 21.00 Uhr

Der Vortrag beschäftigt sich mit der Frage, wie eine kritisch-psychologische Praxis mit Diagnosen und psychotherapeutischen Logiken umgehen kann. Anschließend wird eine Studie vorgestellt, die ambulant arbeitende Psychotherapeutinnen mit Schwerpunkt Verhaltenstherapie und Schematherapie sowie ihre Patient*innen mit Interviews begleitet hat, um herauszufinden, welche Potentiale, Widersprüche und Grenzen eine emanzipatorisch-intendierte Psychotherapie bei Depression hat.

Dipl.-Psych. Leonie Knebel arbeitet als Psychotherapeutin

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Ferienuni: Verschoben auf 2021!

Die Ferienuni Kritische Psychologie 2020 wird aufgrund der Covid-19-Pandemie in der geplanten Form um ein Jahr verschoben.

Die Ferienuni Kritische Psychologie 2021 findet im September 2021 statt, vom 7.-11.September 2021.

In der für dieses Jahr geplanten Woche (8.-12. September 2020) werden wir ein kleines Alternativprogramm in verschiedenen Online-Formaten anbieten.

Weitere Infos hier: https://www.ferienuni.de

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