Sechster kritisch-psychologischer Salon 2016

Wie entstehen Vorurteile bei Kindern? Subjektwissenschaftliche Perspektiven auf sozialpsychologische Konzepte und Befunde

Plakat_Werkstatt_KP_A2_2016_Zeit: Freitag, 09. Dezember 2016, 19 bis 21 Uhr
Ort: Laika, Emser Straße 131, S+U Neukölln

(Der Salon kann ab 18:30 mit einem Getränk und Zeit für ein persönliches Gespräch beginnen, um 19 Uhr s.t. geht’s mit dem Vortrag los.)

Im angloamerikanischen Raum geht die Forschung zur Ontogenese von Vorurteilen bis in die 1930er Jahre zurück. Hierzulande ist sie bis heute randständig geblieben, wäre aber eine wichtige konzeptionelle Grundlage für allerlei Ansätze (z.B. Anti-Bias-Ansatz, Kinderwelten), die vorurteilsbewusste Bildung mit Kindern anleiten wollen. Der Vortrag informiert über einschlägige Theorie und Empirie, und diskutiert Relevanz und Gehalt aus kritisch-psychologischer Sicht.

Katrin Reimer-Gordinskaya, Dipl.-Psych. Dr. phil., ist Professorin für Kindliche Entwicklung, Bildung und Sozialisation an der Hochschule Magdeburg-Stendal.

 

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Fünfter kritisch-psychologischer Salon 2016

Psychiatrie im Neoliberalismus – Eine kurze Geschichte und Kritik der Sozialpsychiatrie

Plakat_Werkstatt_KP_A2_2016_Zeit: Freitag, 11. November 2016, 19 bis 21 Uhr
Ort: Laika, Emser Straße 131, S+U Neukölln

(Der Salon kann ab 18:30 mit einem Getränk und Zeit für ein persönliches Gespräch beginnen, um 19 Uhr s.t. geht’s mit dem Vortrag los.)

Seit der Mitte des 20. Jahrhunderts vollzieht sich eine Reformation der psychiatrischen Versorgung, welche in der psychiatrischen Medizin oft vorbehaltlos als die Abschaffung des menschenunwürdigen Asyls gefeiert wird. Der Vortrag wird einen kurzen Überblick über die wesentlichen Prozesse dieser Veränderungen geben und dabei versuchen, die neoliberale Restrukturierung der Psychiatrie zu skizzieren. Neben den institutionellen, diagnostischen und pharmakologischen Veränderungen soll auch die sich wandelnde Anti-Psychiatrie-Bewegung beschrieben werden.

Referent: Robin Iltzsche, M.Sc. in Psychologie, promoviert am Institut für Soziologie in Frankfurt am Main zur psychiatrischen Regierung von Suizidalität.

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Perspektiven kritischer Psychologie und qualitativer Forschung

Zur Unberechenbarkeit des Subjekts

Denise Heseler / Robin Iltzsche / Olivier Rojon / Jonas Rüppel / Tom David Uhlig (Hg.), 2016 erschienen bei Springer (Heidelberg).

zur-unberechenbarkeit-des-subjekts
Der vorliegende Band versammelt einführende Beiträge, die einen Überblick über das Feld kritischer Psychologien im deutsch- und englischsprachigen Raum sowie deren methodisch-methodologische Implikationen verschaffen. Damit begegnet er einem zunehmenden Interesse an jenen Theorie- und Forschungsansätzen, die im Zuge einer paradigmatischen Engführung der Psychologie seit den 1990er Jahren fast vollständig aus dem akademischen Betrieb verschwunden sind. Im Fokus der Beiträge stehen die Grundlagen psychoanalytischer, marxistischer, sozialkonstruktionistischer und queer-feministischer Psychologie.

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Vierter kritisch-psychologischer Salon 2016

Trauma, Trigger, Trivialisierung. Probleme eines Diskurses (nicht nur) in der Linken

Plakat_Werkstatt_KP_A2_2016_Referent: Michael Zander

Zeit: Freitag, 14. Oktober 2016, 19 bis 21 Uhr
Ort: Laika, Emser Straße 131, S+U Neukölln

(Der Salon kann ab 18:30 mit einem Getränk und Zeit für ein persönliches Gespräch beginnen, um 19 Uhr s.t. geht’s mit dem Vortrag los.)

Ursprünglich ist „Trauma“ in der Psychologie ein ernstzunehmender, wenngleich umstrittener Begriff, um Folgen von schockierenden Erfahrungen zu beschreiben. In jüngerer Zeit wird er jedoch zunehmend eingesetzt, um selbst kritische Darstellungen gesellschaftlicher Verhältnisse zu diskreditieren. Manche Beispiele klingen wie von Konservativen erfunden, etwa Campusregeln, die „Klassenverhältnisse zum Tabu“ machen, weil „sich jemand … an die eigene Unterprivilegierung erinnert … fühlen könnte“ (FAZ, 20.9.15). Der Vortrag analysiert den Diskurs, der mittlerweile auch in der Linken geführt wird.

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Stadtteilkämpfe und die (Un)Möglichkeiten ihrer Erforschung

Franziska Frielinghaus (2016). Stadteilkämpfe und die (Un)Möglichkeiten ihrer Erforschung. Beschreibung und Ergebnisse meines Forschungsprozesses zur Erweiterung sowie Behinderung von Handlungsmöglichkeiten der Subjekte in Stadtteilkämpfen. BoD – Books on Demand, Norderstedt.

us_frielinghaus_grossDieses Buch soll ermutigen, Forschung aus Neugierde an einem Thema und mit einer eigensinnigen Fragestellung zu betreiben. Wenn ehrgeizige Zielstrebigkeit auf ein gewünschtes Thema oder vorher festgelegtes Ergebnis hintenan gestellt werden, entsteht Raum, in dem Unerwartetes reflektiert werden kann. (Klappentext).

„Wer das Buch liest, muss einerseits zur Kenntnis nehmen, dass (und warum) im akademischen Sinne Franziska Frielinghaus’ Forschungsaktivitäten in der Tat an Grenzen gestoßen sind […], kann andererseits aber eine Fülle von Einsichten über emanzipatorisch intendierte (Feld-) Forschung in neoliberalen Zeiten gewinnen – in theoretischer wie methodischer Hinsicht. Und darüber, dass kritische Wissenschaft ohne entsprechende persönliche Haltung nicht zu haben ist.“ (Aus dem Vorwort von Morus Markard)

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Ferienuniversität Kritische Psychologie 2016

Plakat-Ferienuni-2016 In diesem Jahr wird es wieder eine selbstorganisierte Ferienuni Kritische Psychologie in Berlin geben. Diese wird unter dem Titel „Vom Kopf auf die Füße“ vom 13. – 17. September 2016 an der Alice Salomon Hochschule stattfinden. Die Teilnahme ist kostenlos und richtet sich in diesem Jahr durch ein neues Konzept sowohl an Einsteiger*innen als auch an Erfahrene (s.u.). Wie genau das diesjährige Konzept aussieht, findet sich im nachstehende Ankündigungstext des Vorbereitungskreises und auf der Webseite www.ferienuni.de erläutert. Programm und wichtige Informationen werden schrittweise online gestellt. Anmeldung ist ab sofort möglich. Verschiedene Unterstützungsmöglichkeiten finden sich hier.

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Dritter kritisch-psychologischer Salon 2016

Rassistische Gewalt und Lebensführung – Wie können psychische Folgen rassistischer Verhältnisse begriffen werden?

Plakat_Werkstatt_KP_A2_2016_

Referentin: Gesa Köbberling

Zeit: Freitag, 8. Juli 2016, 19 bis 21 Uhr
Ort: Laika, Emser Straße 131, S+U Neukölln

(Der Salon kann ab 18:30 mit einem Getränk und Zeit für ein persönliches Gespräch beginnen, um 19 Uhr s.t. geht’s mit dem Vortrag los.)

In den letzten 30 Jahren hat sich Rassismustheorie und -forschung auch in Deutschland als Forschungsfeld herausgebildet. Ideologietheoretische Zugänge von Robert Miles, Stuart Hall und Etienne Balibar waren dabei zentrale Bezugspunkte, um ein Rassismusverständnis zu formulieren, welches individuelles Denken, Handeln und Fühlen in den Zusammenhang rassistischer gesellschaftlicher Strukturen und Diskurse stellt. In meinem Vortrag geht es um die subjektive Bewältigung rassistischer Gewalt durch die Betroffenen. Anhand von Fallanalysen und unter der Perspektive der Lebensführung werden die jeweiligen Konstellationen aus Handlungsmöglichkeiten und -einschränkungen rekonstruiert, in denen Betroffene mit der Gewalt umgehen. Anknüpfend an jüngere Arbeiten aus dem Feld rassismuskritischer Forschung zu Rassismuserfahrungen soll diskutiert werden, wie psychische Kosten rassistischer Verhältnisse mit kritisch-psychologischer Begrifflichkeit zugänglich werden können.

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Alltägliche Lebensführung

Reihe: texte kritische psychologie

Kurt Bader & Klaus Weber (Hrsg.)

alltägliche lebensführung bader weberIn der Reihe »texte kritische psychologie« erscheinen kompakte Einführungsbände zu einschlägigen Themen, deren Analyse und Darstellung der Kritischen Psychologie verpflichtet sind. Der vorliegende Band ist dem von Klaus Holzkamp entwickelten Konzept der »alltäglichen Lebensführung« gewidmet. Er bietet einen Überblick über damit zusammenhängende kategoriale Aussagen und einzeltheoretische Fragestellungen. Ausgehend von grundsätzlichen Ausführungen von Klaus Holzkamp und Ute Osterkamp beziehen sich die einzelnen Beiträge auf verschiedene Praxisbereiche. Die Texte zeigen beispielhaft, wie die Kritische Psychologie auf unterschiedliche Weise zur Aufschlüsselung von widersprüchlichen Verhältnissen genutzt werden kann. Das Buch soll zum Weiterdenken anregen und dient dem Versuch der kollektiven Verbesserung sozial-psychologischer Praxis.

Inhaltsverzeichnis und Vorwort

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Forum Kritische Psychologie Spezial

Den Gegenstrom schwimmen

Herausgegeben von Maria Hummel, Leonie Knebel, Christian Küpper und Michael Zander

fkp spezial titelbildDas vorliegende Sonderheft des Forum Kritische Psychologie (ISBN 978-3-86754-601-0, 13 €) enthält ausgewählte Beiträge der neunten Ferienuniversität Kritische Psychologie, die 2014 unter dem Titel „Den Gegenstrom schwimmen“ stattfand. Die Mehrzahl der Beiträge setzt sich mit bedeutenden Ansätzen und ihrem Verhältnis zur Kritischen Psychologie auseinander, mit der Psychoanalyse und dem Poststrukturalismus. Themen sind u.a. die Diskussion zwischen psychoanalytischen Ansätzen und der Kritischen Psychologie über das Unbewusste, das Verhältnis von Feminismus, historischem Materialismus und Poststrukturalismus, der Einfluss der Romantik auf die Geschichte der Psychologie, feministische Perspektiven auf die Austeritätspolitik und Praxisforschung über Psychotherapie.

Inhaltsverzeichnis FKP Spezial 2016

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Zweiter kritisch-psychologischer Salon 2016

Emanzipatorisch denken – aber wie?

Plakat_Werkstatt_KP_A2_2016_Referenten: Martin Fries, Christian Küpper, Michael Zander

Zeit: Freitag, 15. April 2016, 19 bis 21 Uhr
Ort: Laika, Emser Straße 131, S+U Neukölln

(Der Salon kann ab 18:30 mit einem Getränk und Zeit für ein persönliches Gespräch beginnen, um 19 Uhr s.t. geht’s mit dem Vortrag los.)

Das nun vorliegende Sonderheft des Forum Kritische Psychologie enthält ausgewählte Beiträge der neunten Ferienuniversität Kritische Psychologie, die 2014 unter dem Titel »Den Gegenstrom schwimmen« stattfand. Ein großer Teil der Beiträge widmet sich themenbezogen dem Verhältnis der Kritischen Psychologie zu in linken Kreisen breit rezipierten psychoanalytischen und poststrukturalistischen Ansätzen. Michael Zander gibt zunächst einen Überblick über das Heft und seine inhaltliche Ausrichtung. Im Anschluss zeichnet Christian Küpper die Diskussionen um das Unbewusste nach, in denen kritisch-psychologische Gedanken mit den psychoanalytischen Konzeptionen Jacques Lacans und Alfred Lorenzers konfrontiert wurden. Abschließend wird Martin Fries seine Überlegungen zum Verhältnis von historischem Materialismus und Poststrukturalismus anhand von Fragen zu Identitätspolitik, sprachlicher Gewalt und Subjektpositionen vorstellen.

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