SAVE THE DATE 24.03.-25.03.2018

Praxis der Kritischen Psychologie in Deutschland und der Türkei
Praxis of Critical Psychology in Germany and Turkey
Almanya’da ve Türkiye’de eleştirel psikoloji uygulamaları

Ort: Rosa Luxemburg Stiftung, Franz-Mehring-Platz 1, 10243 Berlin

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Rubrik: Veranstaltungen |

Fünfter kritisch-psychologischer Salon 2017

Rechtspopulismus im High-Tech-Kapitalismus

Ort: KulturKiezKneipe Laika,
Emser Straße 131, S+U Neukölln

Zeit: Freitag, 10. November 2017, 19.00 Uhr s.t.,
Einlass ab 18.30

Vorgestellt wird ein Forschungsprojekt zur AfD in Sachsen-Anhalt. Dabei werden das Auftreten und die Attraktivität rechtspopulistischer Strömungen und Diskurse im Zusammenhang mit Konjunkturen und Krisen des High-Tech-Kapitalismus betrachtet. In Sachsen-Anhalt erhielt die AfD bei den Landtagswahlen im März 2016 24,3%, bei den Bundestagswahlen im September 2017 19,6% der Stimmen, wobei die Wahlbeteiligung jeweils relativ hoch war (61,1% u. 68,1%). Die öffentlich ventilierten Deutungen dieses Phänomens abstrahieren aus kritisch-psychologischer Sicht sowohl methodisch als auch gesellschaftstheoretisch und subjektwissenschaftlich von wesentlichen Aspekten ihres Gegenstandes. Dabei geht es gerade auch um Blindstellen innerhalb kritischer Theorie und linker Praxis. In einem kollektiven Forschungsprozess versuchen wir Alternativen zu entwickeln, so dass eine Analyse des Rechtspopulismus entsteht, die zugleich Eingriffsmöglichkeiten im Sinne der Stärkung (kollektiver) verallgemeinerter Handlungsfähigkeit eröffnet.

Dr. Katrin Reimer-Gordinskaya ist Professorin am Fachbereich Angewandte Humanwissenschaften an der Hochschule Stendal.

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Vierter kritisch-psychologischer Salon 2017

„Wer motiviert warum wen wozu – und wer lässt sich motivieren?
Fragen an die Psychologie der Motivation“

Ort: KulturKiezKneipe Laika,
Emser Straße 131, S+U Neukölln

Zeit: Freitag, 14. Juli 2017, 19.00 Uhr s.t.,
Einlass ab 18.30

„Motivation“ soll das Gesamt von Beweggründen für menschliches Handeln bezeichnen, umfasst also Motive, Bedürfnisse, Wille, Verlangen, Begehren, Triebe, Interessen usw. Da ist wohl kaum Eindeutigkeit zur Beantwortung der Frage, was „Motivation“ ist, zu erwarten. Demgegenüber sind in kritisch-emanzipa-torischer Perspektive zwei Fragen zentral: erstens, ob und wie gesellschaftliche und individuelle Aspekte im Gesamt von Beweggründen des Handelns berücksichtigt und macht-kritisch ins Verhältnis gesetzt werden; und zweitens, ob und wie andere Menschen „motiviert“ wer-den, also dazu gebracht werden sollen, zu wollen, was sie sollen (und welche Interessen dabei bedient, emanzipatorisch ausgewiesen oder ggf. maskiert werden) – oder ob und wie Menschen selber Aufschluss über ihre eigenen Beweggründe und deren Widersprüche gewinnen wollen. Unter allen Umständen ist auch zu klären, ob und inwieweit Menschen sich „Illusionen“ über die „wirklichen Motive ihrer Handlungen“ (Marx) machen. Dies ist auch ein Problem versteckter „Motivierungen“ wie beim sog. „nudging“, dessen rechtliche und moralische Probleme mit diskutiert werden sollen.

Prof. Dr. Morus Markard, Dipl.-Psych., Hochschullehrer an der Freien Universität Berlin.

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Dritter kritisch-psychologischer Salon 2017

„Praxis verändern mit Betroffenen: Wie (Teilhabe-)Konflikte produktiv gestalten?“

Ort: KulturKiezKneipe Laika, Emser Straße 131, S+U Neukölln

Zeit: Freitag, 09. Juni 2017, 19.00 Uhr s.t., Einlass ab 18.30

Durch das Arbeitsprinzip Partizipation in der Sozialen Arbeit sollen Praxen Unterstützung finden, die Wissensdomänen der Beteiligten konsequent als gleichwertig respektieren. Aktuelle Praxisbeispiele aus Deutschland und USA zeigen, wie u.a. mit Familien bestehende Angebote einer kritischen Prüfung und Weiterentwicklung unterzogen wurden. Konflikte im Zusammenhang mit der Stärkung der Selbstorganisation einerseits und der Etablierung von Vereinnahmungsprozessen anderseits sind dabei nur ein Feld, in dem aufscheint, dass dialogische Praxen keineswegs als konfliktarm, sondern viel mehr als konfliktreich zu kennzeichnen sind.  Wie Konfliktlinien, die nicht selbstverständlich zwischen Professionellen und Angebots-Nutzer_innen, sondern gegebenenfalls zwischen Professionellen und ihren institutionellen Rahmen verlaufen, im Kontext subjektwissenschaftlicher Praxisforschung produktiv aufgegriffen werden können, kann bei dieser Gelegenheit diskutiert werden.

Prof. em. Dr. Timm Kunstreich war Hochschullehrer an der Evangelischen Hochschule für Soziale Arbeit und Diakonie.

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Zweiter kritisch-psychologischer Salon 2017

Subjektivierungsprozesse und Handlungsfähigkeit in der Flüchtlingsunterbringung

Zeit: Freitag, 12. Mai 2017, 19 bis 21 Uhr
Ort: Laika, Emser Straße 131, S+U Neukölln

(Der Salon kann ab 18:30 mit einem Getränk und Zeit für ein persönliches Gespräch beginnen, um 19 Uhr s.t. geht’s mit dem Vortrag los.)

Im Herbst 2015 wurden (nicht nur) in Berlin dutzende Notunterkünfte in Turnhallen oder anderen großen Hallen eingerichtet. Diese bildeten für Tausende von geflüchteten Menschen oftmals für mehr als ein Jahr den Lebensmittelpunkt und die einzige Unterbringungsmöglichkeit überhaupt. Wie hat sich der Alltag in den Turnhallen gestaltet und welche Auswirkungen hatte diese Art der Unterbringung auf die Geflüchteten? Anhand der exemplarischen Analyse einer Berliner Notunterkunft werden im Kontext dieses Vortrags die Situation in den Turnhallen und ihre Auswirkungen auf der Subjektebene skizziert. In Anlehnung an Klaus Holzkamps Unterscheidung zwischen restriktiver und verallgemeinerter Handlungsfähigkeit wird danach gefragt, wie seitens der Geflüchteten, aber auch anderer Akteur_innen versucht wurde, die Handlungsfähigkeit der Geflüchteten zu erweitern.

Dr. Judith Vey ist Leiterin des Forschungsprojekts „Handlungsfähigkeit in der bundesdeutschen Flüchtlingsunterbringung“ an der TU Berlin.

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Erster kritisch-psychologischer Salon 2017

Abstiegsangst? Sozialpsychologie des Trumpismus

Zeit: Freitag, 17. März 2017, 19 bis 21 Uhr
Ort: Laika, Emser Straße 131, S+U Neukölln

(Der Salon kann ab 18:30 mit einem Getränk und Zeit für ein persönliches Gespräch beginnen, um 19 Uhr s.t. geht’s mit dem Vortrag los.)

Wer hat warum Donald Trump gewählt? Welche Rolle spielen Ökonomie und Ideologie für den Aufstieg des Rechtspopulismus? Nach dem Sieg Donald Trumps bei den US-Präsidentschaftswahlen 2016 schienen Erklärungen schnell bei der Hand zu sein. Manche machten das Proletariat verantwortlich, das zum „reaktionären Subjekt“ geworden sei (Micha Brumlik); andere diagnostizierten einen „neuen Kulturkampf“ zwischen „Linksliberalen und Rechtsnationalen“ (Silja Häusermann). Beide Deutungen sind allerdings kaum vereinbar mit vorliegenden Daten, aus denen sich widersprüchliche Gründe für die Unterstützung Trumps  ableiten lassen. Eine kritisch-psychologische Analyse muss versuchen, ökonomische Bedingungen ebenso zu berücksichtigen wie deren (ideologische) Interpretation. Zur Debatte steht dabei auch der „Global Trumpism“ (Mark Blyth), also der internationale Aufstieg einer radikalen Rechten von der AfD bis zum Front National.

Referent: Michael Zander, Dipl.-Psych., Dr. phil., vertritt eine Professur für Reha-Psychologie an der HS Magdeburg-Stendal.

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Videomitschnitte Ferienuni Kritische Psychologie 2016

Sechs Video-Mitschnitte von der Ferienuni Kritische Psychologie 2016 sind nun in einer Playlist (Klicke im Videobild links oben) verfügbar. Los geht es mit Morus Markards Eröffnungsbeitrag. Weitere Dokumentationen (Audio-Mitschnitte, Präsentationsfolien, Texte) werden nach und nach auf der Dokumentationseite der Ferienuni angeboten.

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Sechster kritisch-psychologischer Salon 2016

Wie entstehen Vorurteile bei Kindern? Subjektwissenschaftliche Perspektiven auf sozialpsychologische Konzepte und Befunde

Plakat_Werkstatt_KP_A2_2016_Zeit: Freitag, 09. Dezember 2016, 19 bis 21 Uhr
Ort: Laika, Emser Straße 131, S+U Neukölln

(Der Salon kann ab 18:30 mit einem Getränk und Zeit für ein persönliches Gespräch beginnen, um 19 Uhr s.t. geht’s mit dem Vortrag los.)

Im angloamerikanischen Raum geht die Forschung zur Ontogenese von Vorurteilen bis in die 1930er Jahre zurück. Hierzulande ist sie bis heute randständig geblieben, wäre aber eine wichtige konzeptionelle Grundlage für allerlei Ansätze (z.B. Anti-Bias-Ansatz, Kinderwelten), die vorurteilsbewusste Bildung mit Kindern anleiten wollen. Der Vortrag informiert über einschlägige Theorie und Empirie, und diskutiert Relevanz und Gehalt aus kritisch-psychologischer Sicht.

Katrin Reimer-Gordinskaya, Dipl.-Psych. Dr. phil., ist Professorin für Kindliche Entwicklung, Bildung und Sozialisation an der Hochschule Magdeburg-Stendal.

 

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