Willkommen!

Die Kritische Psychologie ist ein subjektwissenschaftlicher Forschungsansatz, der im Kontext der Studentenbewegung entstand und ein anderes Verständnis vom Verhältnis von Wissenschaft und Gesellschaft sowie von Gesellschaft und Subjekten hat, als sich dies im Mainstream der Psychologie findet. Mehr Informationen finden sich in unserem Einstieg in die Kritische Psychologie.

Sie finden hier Material und Informationen zum Ansatz der Kritischen Psychologie sowie Ankündigungen von Veranstaltungen und Hinweise auf aktuelle Publikationen, die sich sowohl mit Praxiswidersprüchen im psychologischen Alltag als auch gesellschaftstheoretischen Fragen befassen.

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3. kritisch-psychologischer Salon

Wie können Lehrende Kindern mit Lernschwierigkeiten nützen? Probleme beim Lesen-, Schreiben- und Rechnenlernen

Referent: Lorenz Huck

Zeit: Freitag, 10. Juli 2015, 19:30 bis 21:30 Uhr
Ort: Laika, Emser Straße 131, S+U Neukölln

Längst nicht alle Kinder und Jugendlichen lernen in der Schule (richtig) Schreiben, Lesen und Rechnen. Diejenigen, die es nicht tun, sind dadurch in aller Regel auch im Alltag stark eingeschränkt: Sie können z.B. einen Liebesbrief schreiben, keine Spielanleitung vorlesen oder nicht alleine einkaufen gehen. Sind Lernschwierigkeiten auf die Kulturtechniken begrenzt, so kann man die Diagnose einer „Lese-Rechtschreib-Störung“ oder „Rechenstörung“ stellen und den betroffenen Kindern und Jugendlichen im Rahmen einer „integrativen Lerntherapie“ helfen, die aus Mitteln der Jugendhilfe finanziert wird. In dieser Hilfeform versucht man, Wissen und Verfahren aus der Psychotherapie und Fachdidaktik zu nutzen. Welche Rolle in diesem Kontext subjektwissenschaftliche Überlegungen spielen können, welche Möglichkeiten Lerntherapie bietet und welchen Behinderungen sie gegenüber steht, soll in der Veranstaltung diskutiert werden.

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2. kritisch-psychologischer Salon

Was ist Romantik? Zur kritischen Aneignung von Psychologiegeschichte

Referent: Sacha Frank

Zeit: Freitag, 12. Juni 2015, 19:30 bis 21:30 Uhr
Ort: Laika, Emser Straße 131, S+U Neukölln

Romantik wird gern als unterlegenes Gegenbild zur Wissenschaftlichkeit aufgerufen. Dennoch hat sich die damalige Intellektuellenbewegung über die letzten zwei Jahrhunderte zu einem allgemeinen Denkprinzip verstetigt. Angetreten für eine Aufklärung der Aufklärung, schlug sie wiederholt um in Antiaufklärung. Zu ihren Leitmotiven zählen Subjektivität, Einzigartigkeit und Sinnlichkeit. Seit jeher resultiert daraus ein Interesse an den psychologischen Wissenschaften. Bis heute prägen romantische Einstellungen die Erwartungshaltungen an das Fach. Wo verbindet sich die Geschichte der Romantik mit der Geschichte der Mainstream-Psychologie und der der Kritischen Psychologie?

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1. kritisch-psychologischer Salon

Steuert Sprache unser Denken und Handeln? Politik, Linguistik und Psychologie im Leitfaden „Was tun? Sprachhandeln – aber wie?“

Referent: Dr. Michael Zander

Zeit: Freitag, 13. März 2015, 19:30 bis 21:30 Uhr
Ort: Laika, Emser Straße 131, S+U Neukölln

Die Thesen von Lann Hornscheidt (HU Berlin) zur Schaffung einer geschlechtergerechten Sprache wurden 2014 in der Presse – abgesehen von Diffamierungen seitens der radikalen Rechten – kontrovers, aber sachlich diskutiert. Im Mittelpunkt stand die Genderung per „X“. Übersehen wurde, dass derartige Vorschläge eingebettet sind in eine umfassende Theorie sprachlicher Diskriminierung, nicht nur in Bezug auf Gender, sondern z.B. auch auf Behinderung. Der Vortrag analysiert die Prämissen des z.T. psychologisch argumentierenden Sprachleitfadens „Was tun?“. Hinterfragt wird die Annahme eines deterministischen Zusammenhangs zwischen Sprache, Denken und Handeln. Ein in der linken Szene zunehmender Gebrauch quasi-psychologischer Begriffe (aktives Zuhören, Trigger-Warnung, awareness etc.) scheint auf ähnlichen Voraussetzungen zu beruhen wie die genannte Theorie.

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Total vergriffen, immer wieder nachgefragt – endlich digital zugänglich

Gisela Ulmann „Über den Umgang mit Kindern“ (1987)

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Dieses Buch ist ein von manchen verschmähter Anti-Ratgeber, der aber anderen nützlich ist, weil er zeigt, wie man über alltägliche Probleme mit Kindern nachdenken kann, um sie zu lösen. Vielen diente dieses Buch auch als verständliche Einführung in Kritische Psychologie.

Online-Version: „Über_den_Umgang_mit_Kindern“ (pdf)

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