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Die Kritische Psychologie ist ein subjektwissenschaftlicher Forschungsansatz, der im Kontext der Studentenbewegung entstand und ein anderes Verständnis vom Verhältnis von Wissenschaft und Gesellschaft sowie von Gesellschaft und Subjekten hat, als sich dies im Mainstream der Psychologie findet. Mehr Informationen finden sich in unserem Einstieg in die Kritische Psychologie.

Sie finden hier Material und Informationen zum Ansatz der Kritischen Psychologie sowie Ankündigungen von Veranstaltungen und Hinweise auf aktuelle Publikationen, die sich sowohl mit Praxiswidersprüchen im psychologischen Alltag als auch gesellschaftstheoretischen Fragen befassen.

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9. Ferienuniversität Kritische Psychologie findet am 16. bis 20.09.2014 an der FU Berlin statt

Die Vorbereitungen für die 9. Ferienuniversität Kritische Psychologie “Den Gegenstrom schwimmen” sind im vollen Gange. Es wird wieder zahlreiche Möglichkeiten zur Aneignung und Reflexion von kritischer Theorie und Praxis, zum Erfahrungsaustausch und zur Vernetzung geben. Dabei geht es uns darum, an der Kritischen Psychologie orientierte Konzepte zu vermitteln, diese weiterzuentwickeln und in Austausch mit anderen Ansätzen zu diskutieren. Damit wollen wir der De-Institutionalisierung Kritischer Psychologie und kritischer Wissenschaften insgesamt entgegenwirken.

Die Schwerpunkte liegen diesmal auf der Einführung in die Kritische Psychologie und ihre Grundlagen, auf Fragen nach einer geeigneten Erkenntnistheorie für die Psychologie, auf Praxisforschung, Psychotherapie und Beratung, auf der Frage nach dem Unbewussten und auf der Reflexion aktueller politischer Kämpfe sowie einer emanzipatorischen Perspektive jenseits des Kapitalismus.

Nach einigen Schwierigkeiten bei der Raumreservierung, wird die Ferienuniversität – wie die Jahre zuvor – an der Freien Universität in der Silberlaube stattfinden.

Das nächste Vorbereitungstreffen findet am 2. und 3. Mai in Berlin statt.

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Anerkennungstheorie und Kritische Psychologie im Dialog

Vortrags- und Diskussionsveranstaltung

mit Tom Uhlig

Moderation: Michael Zander

Die Veranstaltung hat zum Ziel, die Möglichkeiten und Schwierigkeiten einer Verbindung von Axel Honneths sozialphilophischem Ansatz der Anerkennungstheorie mit der Kritischen Psychologie Klaus Holzkamps zu diskutieren. In seiner Habilitationsschrift „Kampf um Anerkennung“ versucht Honneth unter anderem mit Bezug auf die Objektbeziehungstheorie der Psychoanalyse und Hegels Rechtsphilosophie eine normativ gehaltvolle Gesellschafstheorie sozialer Konflikte zu begründen. Ihm zufolge resultiert die Genese sozialer Kämpfe maßgeblich aus den affektiven Reaktionen gegenüber Missachtungserfahrungen.

Tom Uhlig ist Student der Psychologie an der Universität Frankfurt/M.

Zeit und Ort

Samstag, 17. August 2013, um 19 Uhr,
im Jugendclub Heckerdamm 210, 13627 Berlin

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Drogenkonsum als begründete Handlung

Christoph Vandreier

vandreier-drogenkonsumProblematischer Drogenkonsum wird nach wie vor häufig als “Krankheit” oder “Sucht” aufgefasst, deren Ursachen vor allem im einzelnen Individuum zu suchen sind. Der Autor entwirft demgegenüber ein Verständnis von Drogenkonsum als begründeter Handlung. Damit wird der Blick weg von individuellen Defiziten auf die problematischen Bedingungen gelenkt, die dem Konsum zugrunde liegen. In fünf Portraits nähert sich der Autor den Lebensbedingungen der Betroffenen und zeigt, wie sie mit dem Konsum von Drogen verknüpft sind. Dabei werden problematische gesellschaftliche Strukturen herausgearbeitet, in denen der Gebrauch psychoaktiver Substanzen verständlich und sinnvoll erscheinen kann. Der veränderte Blick auf die eigene Problemlage wird ebenso beschrieben, wie alternative Umgangsweisen. Einzigartig im Bereich der Drogenarbeit ist die enge Zusammenarbeit mit den Betroffenen bei der Erstellung der Portraits. Indem sie in alle Schritte der Arbeit eingebunden waren, sie kritisieren und verändern konnten, entstand ein authentisches und sensibles Bild ihrer Probleme, das auch gleich wieder in der Praxis erprobt werden konnte. Das Ergebnis ist nicht nur eine lohnende Lektüre für alle professionellen Drogenhelfer, sondern kann auch Betroffenen und Angehörigen neue Perspektiven eröffnen.

Christoph Vandreier ist Gründungsvorsitzender des Subjektorientierte Drogenhilfe e.V. und arbeitete in verschiedenen abstinenz- wie akzeptanzorientierten Projekten der Drogenhilfe. 2012 promovierte er an der FU Berlin zum Thema “Drogenkonsum als begründete Handlung”.

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